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Bild oben: Pflichtfeuerwehr im Jahre 1907 (Bezirksfeuerwehrfest in Gunningen)
Noch relativ jung ist die Geschichte der hiesigen Wehr. Das Protokollbuch weiß zu berichten, dass im Jahre 1906 eine Pflichtfeuerwehr eingerichtet wurde, die eine Stärke von 80 Mann hatte. Kommandant von 1906 bis 1911 war Albert Schlecht.
Da es sich um eine Pflichtfeuerwehr handelte war auch der Probenbesuch streng geregelt. So kann man im "Rapportbuch in Reichsformat für Kommandanten" folgende Vorschrift des Ministerium des Inneren vom 24. November 1885 nachlesen:
Der Kommandant, die Hauptleute und die Zugführer haben Rapportbücher zu führen, in welchen die abgehaltenen Einzel- und Gesamtübungen, sowie die Versäumnisse bei Übungen und Brandfällen und die vorgebrachten Entschuldigungsgründe einzutragen sind
. Die Entschuldigungsgründe sind am dritten Tag schriftlich vorzubringen.
Die unentschuldigt oder ohne genügende Entschuldigung Ausgebliebenen sind dem Ortsvorsteher behufs Abrügung der Verfehlung von dem Kommandanten unter Vorlegung des Rapportbuches anzuzeigen
.
Von 1912 bis 1931 wurde das Amt des Kommandanten von Matthias Schweizer übernommen.
Am 11. April 1931 begann ein neuer Abschnitt in der Gunninger Feuerwehrgeschichte. Unter dem Motto "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" wurde in der Wirtschaft zum "Adler" die Freiwillige Feuerwehr Gunningen gegründet. Nach Zustimmung des Gemeinderates fand am 18. April 1931 die erste Versammlung im Gunninger Rathaus statt. In dieser Versammlung wurde Johann Hörmle zum Kommandant gewählt (Amtszeit: 1931 bis 1939).
Die Gerätschaft zu dieser Zeit bestand aus einer fahrbaren Handpumpe, einem Leiterwagen, so wie zwei Hand-Löschwagen mit Schlauchhaspel und Strahlrohr. Mehr Bilder und Infos zu diesen Geräten finden Sie unter Technik >> Historisches
Der Krieg brachte auch in der Geschichte der Gunninger Wehr einen tiefen Einschnitt, denn viele Kameraden wurden im Januar 1939 zur Wehrmacht einberufen. Einige dieser Männer kehrten nicht wieder aus diesem Krieg zurück. Die Stärke der Wehr unter dem Kommandanten Leopold Schlecht, der sie von 1940 bis 1946 leitete, betrug damals nur noch zehn Mann.
Am 1. Dezember 1946 wurde dann Eberhard Kohler zum neuen Kommandanten gewählt. In seine Amtszeit bis zum Jahre 1974 fiel eine enorme Aufbauarbeit. Nach 28jähriger Dienstzeit schied Kommandant Kohler aus und wurde für seine Verdienste zum Ehrenkommandanten ernannt.
Im Jahr 1970 war der Höhepunkt dieser Amtsperiode die Beschaffung des ersten Motor getriebenen Fahrzeugs, ein TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug).
Mehr Bilder und Infos zu diesem Fahrzeug finden Sie unter Technik >> Fahrzeuge
Als Nachfolger nahm Helmut Holzki das Amt der Wehrleitung an (1975 bis 1977). Bereits zwei Jahre später stand ein neuer Wechsel an der Spitze bevor.
Georg Finstele übernahm den Posten des Kommandanten von 1978 bis 1990. Ihm gelang es mit jungen Freiwilligen wieder eine starke Wehr aufzubauen. Im Schnitt betrug die Mannschaftsstärke etwa 21 Mann. In seiner Dienstzeit sind verschiedene katastrophenähnliche Einsätze aufgetreten. Kommandant Georg Finsterle wurde nach seiner aktiven Laufbahn für seine zwölfjährigen Verdienste zum Ehrenkommandanten ernannt.
1988 bildete der Kauf und die Weihe eines neuen Feuerwehrfahrzeuges LF8 den Höhepunkt seiner Dienstzeit.
Mehr Bilder und Infos zu diesem Fahrzeug finden Sie unter Technik >> Fahrzeuge
Im Jahr 1991 wurde eine neue Satzung in Kraft gesetzt. Da der damalige Kommandant Finsterle das Amt nicht weiterführen wollte, wurde Guido Arno zum neuen Kommandanten gewählt.
Im selben Jahr noch erfolgte unter der Leitung von Stellvertreter Reinhard Bärsch die Gründung einer Jugendfeuerwehr mit zunächst neun Jung-feuerwehrmännern, zu deren Ausbildung sich auch die Wehrmänner Bernd Müller und Bernhard Bayer bereit erklärten.
Seit der Beschaffung des Feuerwehrfahrzeugs LF8 wurde der Wunsch nach einem neuen Feuerwehrhaus immer größer. Dies wurde vermehrt auch an den Gemeinderat herangetragen.
Insbesondere durch das Drängen und die Bereitschaft, am Projekt tatkräftig mitzuwirken, ist es Kommandant Arno gelungen, den Gemeinderat von der Notwendigkeit eines Neubaus zu überzeugen. Im Mai 1992 konnte der erste Spatenstich nach reiflicher Planung vollzogen werden.
 
Feuerwehr und Kindergarten kamen unter ein Dach. Die Wehrmänner mit dem Kommandanten an der Spitze haben sich dabei einen Unterrichts- und Aufenthaltsraum in Eigenleistung geschaffen. Auch am Magazin selbst beliefen sich die Eigenleistungen im Einweihungsjahr 1993 auf über 875 Stunden sowie im folgenden Jahr nochmals auf 532 Stunden. Die Einweihung des rund 2 Millionen Mark teuren Projektes wurde von der ganzen Gemeinde begeistert mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Mit dem Spruch "Gut Schlauch hier alles ringsumher, so tönt der Gruß der Feuerwehr" wurde das Haus seiner Bestimmung übergeben. Mehr Bilder und Infos zum Gebäude und dessen Einrichtung finden Sie unter Technik >> Magazin.
 
In den Jahren 1991 bis heute wurde die Feuerwehr gewaltig aufgerüstet. Es wurden Funkgeräte, Atemschutz, technische Hilfsmittel und vieles mehr angeschafft. Die Krönung war 2005 die Anschaffung eines Löschfahrzeuges LF10/6 der Firma Rosenbauer. Mehr Bilder und Infos zu diesem Fahrzeug finden Sie unter Technik >> Fahrzeuge.
Um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden, wurde der Ausbildungsstandard in den letzten Jahren stark angehoben.

Im Jahr 2006 standen große Feierlichkeiten zum Jubiläum
"100 Jahre Feuerwehr Gunningen" an. Gestartet wurde ins Geburtstags- jahr mit einem stilvollen Silvesterball (zusammen mit Musikverein).
In zahllosen Vorbereitungsstunden wurde auf das Festwochenende hin- gearbeitet.
Vom 19.-21.05.06 war es dann auch soweit.
 
Am Freitag fand der Festakt mit der feierlichen Fahrzeugweihe unseres LF10/6 statt. Am Samstag boten wir ein spektakuläres Show-Programm an, die "Show-Night-100". Hier wurden auf einer Großleinwand viele bedeutende Ereignisse weltweit gezeigt und die Chronik der FW Gunningen. Außerdem wurden die Modestile der jeweiligen Zeitepochen präsentiert und die verschiedenen FW-Uniformen von damals bis zur heutigen Einsatzkleidung. Dies alles wurde live auf einem langen Laufsteg dargeboten, der sich durch die Halle zog. Das Highlight am Sonntag war die große Fahrzeugausstellung der FW Gunningen von den ersten handbetriebenen Leiter- und Pumpenwagen bis zu den aktuellen Einsatzfahrzeugen.
Mehr Bilder und Infos zum 100-jährigen Jubiläum finden Sie in der Bildergalerie.
Wie geplant fand nach dem großen Jubiläum, bei der Hauptversammlung im Jahr 2007 ein Generationenwechsel in der Führungsspitze der Gunninger Feuerwehr statt.
Der neue Kommandant heißt Oliver Jäckle. Zu seinem Stellvertreter wurde Lars Hirth gewählt, zum Kassierer Moritz Neuhäuser, zum Beschaffungskoordinator Harry Arno, zum Ausbildungsbetreuer Tobias Holl und zum neuen Jugendwart wurde Fabian Ruff ernannt. Komplettiert wurde der Ausschuss mit den folgenden Posten, die bereits letztes Jahr gewählt wurden: Schriftführer Lars Hirth und die beiden Beisitzer Joe Erb und Ralf Bärsch.
Für seine 16-jährige Führung der Feuerwehr wurde Guido Arno von der Gemeinde zum Ehrenkommandanten ernannt.
Reinhard Bärsch wurde für seine 16-jährigen Verdienste als Stellv. Komm. und Gründer der Jugendfeuerwehr zum Ehrenmitglied ernannt.
Die aus dem Ausschuss ausgeschiedenen Kameraden Guido Arno, Reinhard Bärsch, Alfred Spitznagel und Peter Maurer übernehmen wichtige technische Posten, wie Gerätewart (Fahrzeug-/Funktechnik) und Ausbilder, da man auf ihre Erfahrung nicht verzichten kann.
Im Jahr 2009 wurden für alle Mitglieder der Einsatz-abteilung neue Einsatzuniformen beschafft. Diese entsprechen den gültigen Normen und bieten den FW-Leuten optimalen Schutz vor Hitze, Kälte und Nässe.
Außerdem nahmen 2009 2 Gruppen der FW Gunningen an den Leistungswettkämpfen in Wehingen teil und absolvierten erfolgreich das Leistungsabzeichen in Bronze.
Im Jahr 2010 absolvierten 2 Gruppen der FW Gunningen erfolgreich das Leistungsabzeichen in Silber bei den Leistungswettkämpfen in Böttingen.
2011 bestritten schließlich die 2 Gruppen der FW Gunningen mit großem Erfolg die letzte Stufe, das Leistungsabzeichen in Gold bei den Leistungswettkämpfen in Balgheim.
Unter der Leitung des Stellv. Kommandanten Lars Hirth startete im September 2012 die Kinderfeuerwehr "Blaulicht Strolche" mit 13 Jungs und Mädels den Übungsbetrieb. Das Motto lautet: "Spielerisch für's Leben lernen".
Im Jahr 2013 absolvierten 2 weitere Gruppen der Feuerwehr Gunningen erfolgreich das Leistungs-abzeichen in Bronze bei den Leistungswett- kämpfen in Möhringen.
Als nächste Stufe traten die beiden Gruppen 2014 erfolgreich zum Leistungsabzeichen in Silber an. Die Wettkämpfe fanden in Trossingen statt.
Somit steht heute eine gut ausgebildete Wehr mit zwei einsatzfähigen Fahrzeugen bereit. All dies zu realisieren war nur durch die tatkräftige Hilfe aller Feuerwehrleute so wie durch eine hervorragende Unterstützung des Gemeinderates möglich.
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